OLEX.26 Flugunfallübung Hochfilzen

Übungen   Freitag, 06 März 2026

Länderübergreifende Katastrophenübung am Truppenübungsplatz Hochfilzen

Am 06. März 2026 fand am Truppenübungsplatz Hochfilzen eine länderübergreifende Katastrophenübung der Bundesländer Tirol und Salzburg statt, an der auch die Feuerwehr Saalfelden beteiligt war.

Angenommen wurde ein Flugunfall, bei dem zwei Hubschrauber kollidierten. Dabei stürzte ein ausgesonderter Hubschrauber als Übungsobjekt zu Boden und löste eine Lawine aus, unter der mehrere Personen verschüttet wurden. Ein zweiter angenommener Hubschrauber, dargestellt durch ein Holzgestell weiter oben im Gelände, geriet in Brand.

Ziel der Übung war es, die Rettung von verunfallten, verschütteten und eingeklemmten Personen zu trainieren und gleichzeitig hochrangigen Vertretern des Bundes sowie der Länder zu demonstrieren, wie komplexe Einsatzlagen länderübergreifend und organisationsübergreifend gemeinsam bewältigt werden können.

Die Feuerwehren Hochfilzen und Fieberbrunn führten gemeinsam mit der Bergrettung die technische Rettung an der Absturtzstelle des ausgemusterten Hubschraubers durch. Parallel dazu durchsuchten ein Lawinensuch- und Rettungszug des Bundesheeres sowie Einsatzkräfte der Bergrettung mit Suchhunden das Lawinenfeld nach verschütteten Personen bzw. Übungsdummys.

Das Bundesheer unterstützte außerdem beim Personentransport zur Übungsstelle mittels Black Hawk sowie beim Löscheinsatz im alpinen Gelände mit einer Bell 212 und einem Bambi Bucket.

Das Rote Kreuz errichtete einen Sammelplatz für die insgesamt 13 Verletztendarsteller. Die realistisch geschminkten Verletztendarsteller wurden per Hubschrauber und Tragehilfe der Feuerwehr Leogang, mit Rettungsfahrzeugen sowie mithilfe von Quads und ATVs dorthin transportiert, gesichtet und medizinisch von Rettungs-, Notfallsanitäter und Notärzten versorgt.

Zusätzlich unterstützten mehrere Alpinpolizisten sowie die Crews der Polizeihubschrauber Libelle Tirol und Libelle Salzburg sowie des Rettungshubschraubers Christophorus 14 die Rettung aus den Absturtzstellen mittels Taurettung.

Der Einsatz der insgesamt fünf eingesetzten Hubschrauber wurde von Flughelfern des Bezirksfeuerwehrkommandos Kitzbühel überwacht und koordiniert. Für den Brandschutz sorgte die Feuerwehr Leogang sowie ein Tanklöschfahrzeug des Truppenübungsplatzes Hochfilzen.

Die Feuerwehr Saalfelden hatte bei dieser Übung die Aufgabe, mit dem in Saalfelden stationierten Einsatzleitfahrzeug „Kommando Pinzgau“ die Übungsleitung aufzubauen, die Übungsdokumentation zu übernehmen sowie bei der Lageführung zu unterstützen.

An der Übung waren folgende Organisationen beteiligt:

- Feuerwehr

- Bergrettung

- Rotes Kreuz

- Flugrettung

- Alpinpolizei

- Polizeiflugdienst

- Bundesheer

Insgesamt nahmen rund 300 Einsatzkräfte an der groß angelegten Katastrophenübung teil.